Tennis – Experten

Tennis-Experten - Tennis-Blog








  • Folge Tennis-Experten auf Twitter

  • Tennis - Pressenews

  • Letzte Kommentare

  • Tennis-Internetseiten

  • Aufschlag in Stuttgart

    Von Matthias Nientiedt | 21.April 2015

    Das verlorene Fed-Cup-Duell steht aktuell noch im Fokus der deutschen Tennisspielerinnen, Andrea Petkovic hat sogar entschieden wegen Erschöpfung das Heim-Turnier in Stuttgart abzusagen. Doch es nützt ja alles nichts, mit dem WTA-Turnier in Stuttgart steht das Highlight das Damentennis in Deutschland an und fast die gesamte Weltspitze ist am Start: Von den Top-10-Spielerinnen fehlen nur Serena Williams und Eugenie Bouchard, alle anderen sind am Start. Die große Favoritin natürlich: Maria Sharapowa, die das Turnier jetzt dreimal in Folge gewinnen konnte und vermutlich gar nicht weiß, wo sie mit einem vierten Porsche noch herumfahren soll…

    Zum Auftakt gab es heute direkt ein deutsches Duell: Carina Witthoeft konnte die favorisierte Mona Barthel in zwei Sätzen besiegen (7:5 und 6:3). Sie trifft nun auf Ana Ivanovic oder die Newcomerin Caroline Garcia. Aber eine Newcomerin ist sie ja selbst auch. Außerdem hofft das deutsche Publikum natürlich auf Erfolge von der deutschen Nr.1 Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Julia Görges, die ja in Stuttgart erstmals in das Licht der großen Öffentlichkeit gelang.

    Schwerer Gegner für Deutschland im Fed-Cup-Halbfinale

    Von Matthias Nientiedt | 17.April 2015

    Leicht wird es das deutsche Team am 18. und 19. April nicht haben: Im Halbfinale des Fed Cup treffen die DTB-Damen auf  die bis dato fantastisch aufspielenden Russinnen rund um ihren Superstar Maria Sharapova. Der Kampfgeist von Andrea Petkovic aus Runde eins lässt jedoch hoffen.

    Schockmoment am 7. Februar! Angelique Kerber verliert gleich im ersten Spiel überraschend gegen Jarmila Gajdosova. Ein denkbar schlechter Auftakt für die deutschen Tennisdamen gegen das australische Team. Doch die Mädels um Bundestrainerin Barbara Ritter zeigen volle Schubumkehr in Sachen Leistung und erkämpfen sich in Folge Sieg um Sieg. Besonders Andrea Petkovic lässt literweise Schweiß auf dem Court, bezwingt erst in einem dreistündigen Marathonmatch Samantha Stosur und erledigt trotz Rückstand Jarmila Gajdosova cool mit 6:3, 3:6 und 8:6. Ein gutes Omen für die anstehenden Semifinals.

    Russland und Tschechien souverän

    In den anderen Team-Begegnungen geht es in Runde eins vor allem zwischen Italien und Frankreich wild zu. Nach anfänglicher Erfolgsserie von Sara Errani und Caroline Garcia drehen die Französinnen den Spieß um und erstreiten sich nach zwei Einzelsiegen mit einem fulminanten 6:1 und 6:2 im Doppel den entscheidenden Punkt. Souveräner gehen es Russland und Tschechien an: Die Fed-Cup-titelverwöhnten Damen (Russland vier, Tschechien drei) lassen ihren Gegnerteams Polen und Kanada keine Chance und entscheiden sämtliche Matches für sich. Besonders Weltranglisten-Zweite Maria Sharapova präsentiert sich in Bestform und putzt die Radwanska-Schwestern Agnieszka (6:0, 6:3) und Urszula (6:1, 7:5) quasi mit einem Augenzwinkern vom Platz.

    Zwei Lager bei den Siegerprognosen

    Im Halbfinale trifft Deutschland auf Russland, Frankreich auf Tschechien. Geht es um die Frage nach den Siegerteams kann man fast schon von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft sprechen. Zumindest wenn es nach den Buchmachern geht – die Wettquoten ziehen eine deutliche Grenze. Auf den Top-Positionen rangieren Russland und Tschechien: Interwetten Sportwetten führt die Russinnen mit 2,40, die Tschechinnen mit 2,70; abgeschlagen dahinter Deutschland mit 5,00 sowie Frankreich mit 8,00. Diesem Trend schließt sich auch bwin mit 2,50 für Russland, 2,80 für Tschechien, 4,50 für Deutschland und 6,00 für Frankreich an.

    Um der Spannung willen meine Wünsche fürs Halbfinale: Kerber nimmt das Adrenalin ihres am 12. April errungenen Siegs beim Sandplatzturnier in Charleston mit auf den Fed-Cup-Court. Petkovic behält ihre Ausdauer bei. Und Team Frankreich schöpft neue Kraft aus dem Hoch gegen Italien.

    Julia Görges und Benjamin Becker als deutsche Hoffnungen

    Von Matthias Nientiedt | 23.Januar 2015

    Nun hat es leider doch die sympathische junge Carina Witthoeft erwischt. Irina-Camelia Begu heißt die Rumänin, die in der dritten Runde der Australian Open 2015 den Vormarsch der aufstrebenden jungen Deutschen ein Ende setzte. Begu hatte ja in der ersten Runde bereits Angelique Kerber ausgeschaltet, insofern bestätigt die Rumänin ihre tolle Form.

    Damit sind nun Benjamin Becker bei den Herren und Julia Görges die beiden letzten deutschen Tennisspieler im Tunier. Wer hätte das gedacht? Keine Andrea Petkovic, keine Sabine Lisicki, keine Angelique Kerber, keine Mona Barthel, keine Annika Beck. Julia Görges ist im deutschen Damentennis die Frau der Stunde! Um die Weltranglisten-73. war es in letzter Zeit eher ruhig geworden, zu viele andere erfolgreiche deutsche Tennisspielerinnen haben die Medien und auch die Turniere dominiert, der letzte größere Erfolg von Julia Görges liegt schon länger zurück. Görges ist in den letzten 2 Jahren häufig früh gescheitert, bei großen Turnieren konnte sie nicht viel reißen. Aber die 26-jährige scheint sich zum Ende der letzten Saison vorgenommen zu haben nochmal anzugreifen. Sie hat sich einige Wochen Pause gegönnt und anscheinend die Zeit genutzt sich perfekt auf Australien vorzubereiten. Unglaublich souverän hat sie in der ersten Runde das Riesentalent Belinda Bencic abgefertigt in zwei Sätzen, anschließend Klara Koukalove and Lucie Hradecka, die immerhin Ana Ivanovic aus dem Turnier geworfen hat. Das war vor allem auch mental eine starke Leistung, denn nach anfänglich klarer Führung schien das Momentum auf die Seite der Tschechin zu wechseln, doch Görges kämpfte und behielt die Oberhand. Das war eine ganz starke Leistung, nun geht es gegen Makarova.

    Bei den Herren ist Benjamin Becker der letzte deutsche Tennisspieler im Turnier. Tja, Benjamin Becker. Gefühlt hat er in seinem Leben nur einen großen Erfolg gehabt: die Karriere von Andre Agassi zu beenden. Ich persönlich habe ihm die letzten Jahre kaum noch etwas zugetraut, umso überraschender nun sein Einzug in die dritte Runde gegen den Lokalhelden Lleyton Hewitt. So schön dieser Erfolg von Benjamin Becker jedoch ist, er zeigt den schrecklichen Zustand des deutschen Herrentennis erneut. Einzig Philipp Kohlschreiber traut man normalerweise zu mal 2 Runden in einem Grand Slam-Turnier zu überstehen, doch er ist gegen Tomic ausgeschieden und Becker füllt zum Glück diese kleine Lücke. Auch wenn Benjamin Becker gegen Milos Raonic, sorry, keine Chancer haben wird.