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    Das deutsche Davis-Cup Team empfängt Südafrika

    von | 8.Juni 2010

    Es wird ernst – vom 17. bis 19. September 2010 spielt das deutsche Davis Cup Team zuhause gegen Südafrika um den Verbleib in der Weltgruppe. Zu diesem und anderen Themen gab Teamchef Patrik Kühnen ein Interview mit Medienvertretern des DTB.

    Im September spielt die deutsche Davis Cup Mannschaft zum ersten Mal seit vier Jahren wieder um den Verbleib in der Weltgruppe. Gibt es ein „Abstiegsgespenst“, das seit der 1:4-Erstrundenniederlage in Frankreich umgeht? Nein, überhaupt nicht. Natürlich ist die Relegation mit einem gewissen Druck verbunden, schließlich geht es um viel. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die Aufgabe gegen Südafrika lösen können. Beim diesjährigen ARAG World Team Cup ist das deutsche Team mit Gruppenplatz drei leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

    Haben Sie aus den Tagen in Düsseldorf irgendetwas für die bevorstehende Relegationspartie gegen Südafrika mitnehmen können? Zwischen dem World Team Cup und der Davis Cup Play-off-Runde liegen vier Monate, das ist viel Zeit. Bei der Dichte der deutschen Spieler in der Rangliste bleibt erst einmal abzuwarten, wie die nächsten Wochen laufen und vor allem, wie die Spieler vor der Davis Cup Woche in Form sind. Das ist im Hinblick auf das Spiel gegen Südafrika wichtiger und aufschlussreicher als unser Auftritt in Düsseldorf.

    Nach der Auslosung der Davis Cup Play-off-Runde haben die Medien von einem Glückslos für die deutsche Mannschaft gesprochen. Wie ist Ihre Meinung hierzu? Ich habe immer von einem annehmbaren Los gesprochen. Natürlich sind wir das favorisierte Team und haben den Heimvorteil. Aber Südafrika hat zum Beispiel mit Kevin Anderson einen Spieler, der sehr aufschlagstark ist und schon bei einigen Turnieren für Überraschungen gesorgt hat. Deshalb werden wir die Partie sehr konzentriert angehen. Wir haben den notwendigen Respekt vor unserem Gegner, sind aber auch selbstbewusst und wissen, dass wir gute Chancen haben, zuhause gegen Südafrika zu gewinnen.

    Warum darf man das südafrikanische Team nicht unterschätzen? Was sind ihre Stärken? Neben Kevin Anderson haben die Südafrikaner mit Wesley Moodie einen Top-10- Doppelspieler in ihren Reihen, der bereits Wimbledon gewonnen hat und bei den French Open im Finale stand. Moodie war auch 2005 bei unserem letzten Aufeinandertreffen in 5 Johannesburg mit dabei, als wir nur knapp mit 3:2 gewonnen haben. Im September kommt Südafrika als ein Team, das nichts zu verlieren hat. Das wissen wir und werden uns darauf einstellen.

    Gibt es eine Vorstellung darüber, auf welchem Belag die Partie ausgetragen werden soll? Welcher Untergrund könnte dem deutschen Team einen Vorteil bzw. den Südafrikanern einen Nachteil verschaffen? Momentan gehen die Gedanken dahin, dass wir auf Sand spielen. Wir haben starke Sandplatzspieler in unseren Reihen, das hat nicht zuletzt unser Auftritt in Marbella gezeigt. Ich habe in der Zwischenzeit mit einigen Spielern gesprochen und insgesamt herrscht die Meinung vor, dass wir gegen Südafrika auf Sand die besten Chancen haben.

    Wie bitter ist es, bei den Planungen für die Partie im September wohl auf einige der deutschen Leistungsträger verzichten zu müssen? Das muss man akzeptieren und nach vorne schauen. Wir werden so oder so mit dem bestmöglichen Team antreten und ich bin der festen Überzeugung, dass wir Ausfälle durch mannschaftliche Geschlossenheit kompensieren können und als Team stark genug sein werden, um Südafrika zu schlagen.

    Wie sehen Sie die aktuelle Situation im deutschen Herrentennis, nachdem das vergangene Jahr nach einigen bemerkenswerten Erfolgen, mit zehn deutschen Profis in den Top 100 und mit dem dritten Davis Cup Viertelfinale in Folge geendet ist? In den Regionen jenseits der Top 30 sind wir sehr gut aufgestellt. Hier haben wir eine große Anzahl von Spielern und es gibt einige Tennisnationen, die uns darum beneiden. Nach wie vor muss es aber das Ziel sein, dass sich der ein oder andere in der Weltrangliste weiter in Richtung Spitze vorarbeitet. Das ist wichtig für die Entwicklung des einzelnen Spielers, für das Davis Cup Team und für die Wahrnehmung des deutschen Tennis in der Öffentlichkeit.

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