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  • Andrea Petkovic gewinnt in Sofia

    Von Matthias Nientiedt | 2.November 2014

    Herzlichen Glückwunsch an Andrea Petkovic. Pünktlich zum Fed-Cup-Finale ist sie wieder in Bestform. Nach vielen körperlichen Rückschlägen und zuletzt auch psychischen Problemen ist das eine gute Nachricht für das deutsche Tennis und die Erwartungen an das Fed-Cup-Finale nächste Woche.

    Das Finale heute beim WTA-Turnier in Sofia war typisch für die große Kämpferin und Comebackerin Andrea Petkovic: im ersten Satz unterlag sie der Favoritin Flavia Pennetta mit 1:6. Wer Andrea Petkovic nicht kennt hätte wohl zu diesem Zeitpunkt kaum noch an sie geglaubt, doch Petko machte ihrem Ruf alle Ehre. Mit 6:4 und 6:3 gewann sie die Sätze 2 und 3 und damit das Turnier. Nun kann sie also mit Top-Motivation und diesem schönen Sieg im Rücken das Fed-Cup-Team zum Sieg in und über Tschechien führen, denn Petkovic ist eine echte Leaderin, auch wenn Angelique Kerber und Sabine Lisicki manchmal sportlich die besseren Argumente haben, die Mannschaft braucht die Teamplayerin Andrea Petkovic. Und das Timing scheint perfekt – nach einigen Enttäuschungen scheint Petkovic perfekt fit geworden zu sein für das grüße Finale. Drücken wir die Daumen, ich habe ein sehr gutes Gefühl, auch weil die deutsche Fed-Cup-Mannschaft ein echt eingeschworenes Team geworden ist!

    Annika Beck gewinnt in Luxembourg

    Von Matthias Nientiedt | 18.Oktober 2014

    Annika Beck hat ihren ersten Titel gewonnen auf der WTA-Tour in Luxembourg. Im Finale bezwang sie die Tschechin Zahlavova-Strycova verdammt souverän mit 6:2 und 6:1. Damit hat die Deutsche im gesamten Turnier keinen einzigen Satz abgegeben.

    Es war eine Frage der Zeit, wann Annika Beck ihr erstes Turnier gewinnt. Meiner Meinung nach ist sie das vielleicht größte Talent im deutschen Damentennis. In der Vergangenheit wirkte sie nicht immer gefestigt, ihr Umfeld (teilweise stark geprägt von der Familie) wirkte nicht immer professionell. Doch Annika Beck ist sichtlich gereift. In Luxemburg hat sie das ganze Turnier souverän gespielt, sich kaum Schwächen erlaubt. Und auch nach dem klaren Finalsieg hat sie ihre kurze Rede sehr professionell gehalten. Dieser Turniersieg wird sie hoffentlich noch weiter mental stärken. Vielleicht wird Annika Beck noch besser als Lisicki und Petkovic, denn Beck ist eine ziemlich komplette Spielerin.

    Herzlichen Glückwunsch an Annika Beck nochmal, ich denke das deutsche Tennis wird noch viel Freude an ihr haben, Annika Beck hat das Potential eine ganz große zu werden!

    Kein großes Tennis im US Open-Finale

    Von Matthias Nientiedt | 9.September 2014

    Tja, was war das denn? Erst die überraschende Besetzung im Finale der US Open 2014 mit Kei Nishikori gegen Marin Cilic, und dann gewinnt Cilic das Ding in Rekordzeit und souverän mit dreimal 6:3.

    Zuerst mal: Herzlichen Glückwunsch an Marin Cilic. Das Finale dominiert mit 6:3, 6:3 und nochmal 6:3, gar keine Diskussion, Kei Nishikori war komplett ohne Chance. Und jeder, der jetzt sagt Cilic hat ja „nur“ gegen Nishikori gewonnen: Der Japaner hat völlig verdient das Finale erreicht (immerhin Djokovic geschlagen) und Cilic selbst hat erst als Außenseiter Berdych in drei Sätzen geschlagen und danach in drei Sätzen Roger Federer eine Lehrstunde erteilt im Halbfinale.

    Der sportliche Sieger Marin Cilic steht also fest, und das ohne Zweifel. Im Gegenteil mit Bewunderung: Roger Federer weggehauen und im Finale den überforderten Nishikori in die Schranken verwiesen.

    Hat also der lange erwartete Wachwechsel stattgefunden? Cilic und Nishikori im Finale statt Djokovic und Federer? Auf dem Papier ja! Und ehrlich gesagt habe ich diesen Wechsel erwartet, fast erhofft. Doch nach dem Finale bin ich enttäuscht, weil es keinen Spaß gemacht hat. Was haben wir für tolles Tennis gesehen in der Vergangenheit zwischen Federer, Djokovic, Nadal und auch Murray. Aber dieses Finale hat keinen Spaß gemacht. Das kann man Cilic nicht vorwerfen, er kann nichts dafür, dass seine Gegner so schlecht sind. Aber insgesamt gibt es ein Problem bei diesem Wachwechsel: Duelle zwischen Cilic und Nishikori sind einfach nicht so interessant wie Spiele zwischen Federer und Djokovic.

    Wenn Cilic und Nishikori nunmal besser sind als Federer als Djokovic aktuell, dann spielen sie verdient das Finale. Aber Finals wie heute braucht das Tennis nicht. Ich glaube, ich schaue mir jetzt als Ausgleich nochmal das Finale von 2009 an zwischen Del Potro und Roger Federer...