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  • Andrea Petkovic im Halbfinale der French Open

    Von Matthias Nientiedt | 4.Juni 2014

    Jaaa! Sie hat es geschafft! Andrea Petkovic ist im Halbfinale der French Open. Sie ist die erste deutsche Tennisspielerin seit Steffi Graf, die das geschafft hat. Das war im Jahr 1999. Die Darmstädterin hat sich damit mehr als eindrucksvoll zurück in die Tennis-Weltspitze gespielt. Nachdem sie monatelang, ja eigentlich jahrelang durch Verletzungen abgemeldet war und man schon Zweifel hatte ob sie es jemals wieder in die absolute Weltspitze schafft, steht sie nun im Halbfinale eines Grand Slam-Turniers und hat sich dabei in die Herzen der Franzosen gespielt.

    Als Außenseiterin besiegte sie die Sandplatz-Spezialistin Sara Errani. Auch ohne deutsche Brille eigentlich nicht so überraschend. Errani hat sich bisher durch ihre Klasse und Nerven im Turnier gehalten, nicht durch Spielstärke oder gute Form. Das hat gegen Dinah Pfizenmaier leider noch gereicht, doch gegen das druckvolle Spiel von Petkovic war sie chancenlos. Völlig souverän hat Andrea Petkovic das Match mit zweimal 6:2. Der Einzug ins Halbfinale kann durchaus als größter Erfolg in der Karriere von Petkovic bezeichnet werden, zumal nach dieser Verletzungsgeschichte.

    Im Halbfinale trifft Petkovic nun auf die Rumänin Simona Halep. Die Rumänin ist die Nr.4 der Weltrangliste und hat in Paris bei diesen French Open noch keinen Satz abgegeben. Auch sie gewann heute mit zweimal 6:2 gegen Svetlana Kuznetsova. Und auch Halep hat sich, obwohl Nr.4 der Welt irgendwie immer mit Underdog-Image, beim Publikum überaus beliebt gemacht. Sowohl Halep als auch Petkovic spielen sehr druckvoll. Natürlich hoffe ich dass die Deutsche das Finale erreicht, doch ich bin mehr als skeptisch. Petkovic hatte in ihren Matches doch häufig Phasen, in denen sie nervös wirkte und Fehler machte. Das wird vermutlich im Halbfinale mit dem Finale vor Augen nicht besser. Rein spielerisch kann sie mit Halep mithalten, doch die Rumänin ist nervenstärker und scheint sich keine Schwächen zu leisten im gesamten Turnier. Leider ist also zu befürchten, dass Petkovic an Nervösität scheitern kann. Andererseits ist sie eine große Kämpferin, die nie aufgibt. Eines ist sicher: Das wird ein ganz großes Match!

    Beide Williams-Schwestern ausgeschieden

    Von Matthias Nientiedt | 28.Mai 2014

    Eines kann man über die diesjährigen French Open sicher nicht sagen: Das die Matches langweilig sind und ausgehen, wie erwartet. Aktuell jagt eine Sensation die nächste!

    Am heutigen Mittwoch hat es zuerst Venus Williams erwischt gegen Karolina Anna Schmiedlova. Naqchdem Williams den ersten Satz noch mit 6:2 gewinnen konnte verlor sie die beiden folgenden Sätze mit 3:6 und 4:6 gegen die junge Slowakin, die in den letzten Monaten auf Sand bereits viele Siege auf niedrigerer Ebene feiern konnte. Doch der Sieg gegen Venus Williams jetzt ist natürlich ein ganz anderer Kaliber.

    Für eine noch größere Überraschung hat aber Garbine Muguruza gesorgt: die Spanierin aus Barcelona besiegte sensationell die an Platz 1 gesetzte Serena Williams. Damit hatte wirklich niemand gerechnet, nachdem mit Na Li bereits die an Nr.2 gesetzte Spielerin ebenfalls völlig überrschend ausgeschieden war hatten eigentlich alle Experten mit einem weiteren Grand Slam-Sieg von Serena Williams gerechnet oder mindestens mit dem Finaleinzug. Vermutlich spielen die aktuell schlechten äußeren Bedingungen den Außenseitern in die Karten, dennoch dürfen solche Ausfälle den Top-Spielerinnen eigentlich nicht passieren. Mit zweimal 2:6 fiel die Niederlage von Serena Williams auch noch sehr deutlich aus, es war nichtmal knapp!

    Ein gutes Turnier für die Slowaken, auch Martin Klizan konnte in der ersten Runde den hoch gehandelten Kei Nishikori bezwingen, der jedoch gesundheitliche Probleme hatte. Und Stan Wawrinka ist auch bereits ausgeschieden gegen Guillermo Garcia-Lopez in der ersten Runde, der Australian Open-Sieger fand einfach keine Mittel gegen den toll kämpfenden Spanier.

    Kohlschreiber siegt in Düsseldorf

    Von Matthias Nientiedt | 24.Mai 2014

    Philipp Kohlschreiber konnte seiner Favoritenrolle beim ATP-Turnier in Düsseldorf auf der Anlage vom Rochusclub gerecht werden. Er siegte im Finale gegen Ivo Karlovic in zwei Sätzen mit 6:2 und 7:6 und brauchte dafür nur 72 Minuten. Der Deutsche konnte damit seinen fünften Turniersieg verbuchen, vier davon waren Erfolge in Deutschland.

    Die Zuschauer am Grafenberg konnten zumindest im zweiten Satz ein spannendes Tennis-Match verfolgen, denn wenn man ehrlich ist war die Angelegenheit im ersten Satz doch ziemlich eindeutig. Karlovic, von Rückenschmerzen geplagt, schlug über das gesamte Match nicht so stark auf wie man es von ihm eigentlich kennt. Sand ist ja eh nicht unbedingt der Lieblingsbelag des kroatischen „Aufschlagmonsters“. Er wartet wieder auf seine Zeit in Wimbledon auf Rasen und versucht daher aktuell fleißig irgendwo auf Sand Punkte zu sammeln, um in London direkt ins Hauptfeld zu kommen.

    Kohlschreiber fährt nun mit dem Turniersieg im Rücken nach Paris zu den French Open. Wegen des Regens unterhalb der Woche musste Kohlschreiber am Halbfinaltag am Freitag direkt zweimal ran: Erst noch das Viertelfinale gegen Delic beenden und dann das Halbfinale gegen Istomin, auch über drei Sätze. Er wird also froh sein wenn er jetzt mal 2 Tage Pause hat, wobei die Belastung auf Sand jetzt bei den French Open mit potentiellen Marathon-Matches erneut enorm sein wird. In Paris erwarte ich daher von Kohlschreiber keine besonderen Erfolge, aber er hat sich ja mit dem Turniersieg heute bereits belohnt für diese Sandplatzsaison.