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  • Kohlschreiber siegt in Düsseldorf

    Von Matthias Nientiedt | 24.Mai 2014

    Philipp Kohlschreiber konnte seiner Favoritenrolle beim ATP-Turnier in Düsseldorf auf der Anlage vom Rochusclub gerecht werden. Er siegte im Finale gegen Ivo Karlovic in zwei Sätzen mit 6:2 und 7:6 und brauchte dafür nur 72 Minuten. Der Deutsche konnte damit seinen fünften Turniersieg verbuchen, vier davon waren Erfolge in Deutschland.

    Die Zuschauer am Grafenberg konnten zumindest im zweiten Satz ein spannendes Tennis-Match verfolgen, denn wenn man ehrlich ist war die Angelegenheit im ersten Satz doch ziemlich eindeutig. Karlovic, von Rückenschmerzen geplagt, schlug über das gesamte Match nicht so stark auf wie man es von ihm eigentlich kennt. Sand ist ja eh nicht unbedingt der Lieblingsbelag des kroatischen „Aufschlagmonsters“. Er wartet wieder auf seine Zeit in Wimbledon auf Rasen und versucht daher aktuell fleißig irgendwo auf Sand Punkte zu sammeln, um in London direkt ins Hauptfeld zu kommen.

    Kohlschreiber fährt nun mit dem Turniersieg im Rücken nach Paris zu den French Open. Wegen des Regens unterhalb der Woche musste Kohlschreiber am Halbfinaltag am Freitag direkt zweimal ran: Erst noch das Viertelfinale gegen Delic beenden und dann das Halbfinale gegen Istomin, auch über drei Sätze. Er wird also froh sein wenn er jetzt mal 2 Tage Pause hat, wobei die Belastung auf Sand jetzt bei den French Open mit potentiellen Marathon-Matches erneut enorm sein wird. In Paris erwarte ich daher von Kohlschreiber keine besonderen Erfolge, aber er hat sich ja mit dem Turniersieg heute bereits belohnt für diese Sandplatzsaison.

    Deutschland im Fed Cup-Finale!

    Von Matthias Nientiedt | 20.April 2014

    22 Jahr Wartezeit haben ein Ende: unsere deutschen Tennis-Damen haben es geschafft! Sie haben durch einen Sieg über Australien das Finale im Fed Cup erreicht. Ein großartiger und verdienter Erfolg, ist das deutsche Fed Cup Team doch schon seit Jahren eine verschworene Gemeinschaft und hat sich ständig weiterentwickelt. An dieser Stelle kurz die Anmerkung, dass die Damen durch ihr vorbildliches Teamwork ein Vorbild auch für das deutsche Davis Cup-Team sind. Und das hat man auch kürzlich bei der knappen Niederlage gegen Spanien gesehen: Ein funktionierendes Team mit hoher Motivation (siehe beispielsweise Peter Gojowczyk) kann mehr erreichen  als unmotivierte Einzelspieler, auch wenn sie vielleicht mehr individuelle Klasse haben. Denn sowohl der Fed Cup als auch der Davis Cup sind Wettbewerbe, die aus dem Einzelsport Tennis einen Teamwettbewerb machen, und da gelten andere Regeln.

    Die deutschen Damen haben beides: Echten Teamgeist und individuelle Klasse. Wenn man überlegt wieviele Weltklasse-Talente das deutsche Damentennis in den letzten Jahren hervorgebracht hat, dann ist dieser Mannschaftserfolg nur folgerichtig. Andrea Petkovic, Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Julia Görges und Mona Barthel sind längst im auf der großen Tennisbühne angekommen, und auch in der zweiten Reihe lauern weitere junge Talente.

    Im Finale im November warten dann die Tschechen oder die Italienerinnen. Und beide haben sicherlich großen Respekt vor dieser großartigen deutschen Mannschaft, die für mich nicht nur wegen der Einstellung gegen beide Länder im Finale Favorit ist. Dieser Teamgeist und Siegeswille ist einfach vorbildlich, sie haben den Titel verdient! Und jetzt erstmal eine große Feier. Im Pyjama.

    Tennis im Münster-Tatort

    Von Matthias Nientiedt | 28.März 2014

    Als gebürtiger Münsteraner und Tennis-Fan möchte ich an dieser Stelle auf ein besonderes Highlight im nächsten Münster-Tatort hinweisen:

    Im 25. Münster-Tatort „Der Hammer“ trifft sportlicher Ehrgeiz auf verhaltene Ablehnung: In der Halle eines Münsteraner Tennisclubs versucht Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) den skeptischen Kommissar Thiel (Axel Prahl) vom weißen Sport zu überzeugen. Der hält allerdings herzlich wenig davon.

    Viel wichtiger ist Ermittler Frank Thiel die Aufklärung zweier Morde im aktuellen Fall „Der Hammer“. Ein im Superheldenkostüm verkleideter Täter hat zunächst den einflussreichen, aber äußerst unbeliebten Baulöwen Dr. Wolfgang Öhrie am hellichten Tag in seinem Büro überfallen, mit einem Hammer brutal erschlagen und den Toten einfach aus dem Fenster vor einen heran fahrenen Bus geworfen. Seinem nächsten Opfer Bruno Vogler, Zuhälter von Beruf, lauerte der Maskierte in einem Parkhaus auf. Prof. Boerne stellt fest, dass auch dessen Schädel Frakturen aufweist, die von einem schweren Werkzeug stammen.

    Dass beide Opfer zu Lebzeiten im Milieu der Prostitution geschäftlich aktiv waren, ist sicher kein Zufall, das ahnt der erfahrene Kriminalhauptkommissar Thiel sehr wohl. Doch wer mag der Serienkiller sein – einer, der in der Rolle eines Superhelden im Namen der Gerechtigkeit mordet? Anzeichen sprechen dafür, dass ein dritter Mord unmittelbar bevor steht. Für ein lapidares Tennisspiel bleibt nun keine Zeit mehr…

    Noch mehr Infos dazu gibt es hier: http://tatort-fans.de/tatort-folge-907-der-hammer/